Wirtschaft : Eckert & Ziegler steigert Umsatz und enttäuscht Börse

Berlin - Der Berliner Strahlentechnik-Experte Eckert & Ziegler will mehr Zuständigkeiten an den Unternehmenssitz in Buch verlagern. „Das wird zu einem Nettoarbeitsplatzgewinn in Berlin führen“, sagte Unternehmenschef Andreas Ziegler am Freitag bei der Bilanzvorlage, ohne diesen näher zu beziffern. Derzeit beschäftigt das Medizintechnikunternehmen rund 150 der weltweit etwa 330 Mitarbeiter im Berliner Nordosten. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Mitarbeiter um zwölf Prozent gestiegen.

Das vor elf Jahren gegründete Unternehmen konnte bei Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr wachsen. Der Umsatz legte um acht Prozent auf 54, 4 Millionen Euro zu, der Gewinn vor Steuern und Zinsen stieg um drei Prozent auf rund 5,7 Millionen Euro. Dass der Jahresüberschuss mit 1,9 Millionen Euro um zwölf Prozent niedriger lag als im Vorjahr, erklärte Eckert mit der Unternehmensteuerreform. Dadurch hätten Verlustvorträge in der Bilanz abgewertet werden müssen. Der Vorstand will der Hauptversammlung am 8. Mai – wie im Vorjahr – eine Dividende von 25 Cent je Aktie vorschlagen.

Eckert & Ziegler ist ein Spezialist für radioaktive Anwendungen in Medizin, Wissenschaft und Industrie. Dazu gehören unter anderem schwach radioaktive, winzig kleine Implantate (Stents) für die Behandlung von Prostatakrebs, Kontrastmittel und Automaten, in denen radioaktive Medikamente hergestellt werden.

Für 2008 erwartet das Unternehmen einen Umsatzschub um gut 15 Millionen Euro auf dann 70 Millionen Euro. Allein zehn Millionen soll das im Dezember gekaufte belgische Unternehmen IBT beisteuern. Die Börse überzeugte das nicht: Der Aktienkurs fiel um 2,7 Prozent. pet

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