Wirtschaft : Edeka setzt auf Größe

Einzelhändler baut seine Filialen aus

Hamburg - Der scharfe Wettbewerb im deutschen Lebensmittelhandel hält nach Einschätzung von Edeka die Preise im Zaum. Zwar würden Rohstoffe und Energie teurer und es seien auch leichte Preissteigerungen für die Endkunden zu beobachten, sagte Edeka-Chef Markus Mosa am Mittwoch, aber der Wettbewerb begrenze den Spielraum. Insgesamt sei für Edeka wegen der freundlichen Konjunktur in diesem Jahr ein Umsatzplus von drei Prozent machbar.

Der größte deutsche Lebensmittelhändler plant die Eröffnung zahlreicher neuer Märkte: „Es gibt noch weiße Flecken auf unserer Landkarte“, sagte Mosa. In Ballungsräumen wie Rhein- Main, Teilen von Nordrhein-Westfalen und München liege der Edeka-Marktanteil noch unter dem Durchschnitt.

Die 7700 Edeka-Märkte sollen zudem größer werden; heute liegt die Durchschnittsgröße unter 1000 Quadratmetern. 200 Märkte sollen neu eröffnet werden, ebenso viele kleinere wieder schließen. „Unsere selbstständigen Einzelhändler beweisen sich Jahr für Jahr als Wachstumsmotor“, sagte der Edeka-Chef.

Mosa ist oberster Repräsentant des Lebensmittelhändlers, aber seine Macht ist begrenzt. Edeka gehört 4500 selbstständigen Kaufleuten, die in neun regionalen Genossenschaften organisiert sind. Die Zentrale macht Marketing, entwickelt Eigenmarken, organisiert Dienstleistungen und privatisiert Märkte, die sie noch in Eigenregie führt.

Mit diesem Konzept ist die mittelständisch geprägte Edeka-Gruppe zu einem Unternehmen mit 43,5 Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Jahr und mehr als 300 000 Mitarbeitern herangewachsen. Im vergangenen Jahr wuchs die Gruppe im Lebensmittelhandel mit dem Endverbraucher um 3,9 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro; die Branche insgesamt legte nur um 1,2 Prozent zu. dpa

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