Eerneuerbare Energien : Q-Cells klagt über Preisdruck und Wettbewerb

Dem Solarunternehmen Q-Cells ist 2010 der Sprung in die schwarzen Zahlen geglückt. Für dieses Jahr sind Investitionen in Höhe von 120 Millionen Euro geplant.

Der Konzern Q-Cells fuhr 2010 nach einem strikten Umbau einen Rekordumsatz von 1,35 Milliarden Euro ein – im Vergleich zu 2009 ein Plus von mehr als 70 Prozent, wie der Vorstand bei der Vorlage der Bilanz in Frankfurt mitteilte. 2010 wurde ein operativer Gewinn von 82,3 Millionen Euro erzielt, nach einem Minus von 486 Millionen Euro im Vorjahr. Dank eines erfolgreichen Geschäftsumbaus habe Q-Cells unterm Strich 18,9 Millionen Euro verdient. 2009 hatte die Firma auch wegen Abschreibungen auf Technologiebeteiligungen fast 1,4 Milliarden Euro Verlust ausgewiesen.

Für 2011 hat Q-Cells, das mit 2200 Beschäftigten nach eigenen Angaben einer der größten Produzenten von Solarzellen in Europa ist, nach einem schwachen Start ins laufende Jahr wenig Hoffnung auf Zuwächse. Der Preisdruck sei „enorm“ und die Auswirkungen der Förderkürzungen in wichtigen Absatzmärkten schwer kalkulierbar, erklärte Vorstandschef Nedim Cen. Neben der in Deutschland geplanten weiteren Kürzung der Solarförderung im Sommer um bis zu 15 Prozent stünden auch in Frankreich und Italien Absenkungen der Einspeisetarife an. Zudem nehme der Wettbewerb mit den asiatischen Konkurrenten zu. Erwartet werde daher ein Umsatz etwa auf dem Niveau des Vorjahres zwischen 1,3 und 1,5 Milliarden Euro, auch der operative Gewinn soll mit rund 82 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau liegen.

Q-Cells investiere in diesem Jahr bis zu 120 Millionen Euro, vor allem in Technologie, 2012 ähnlich viel. Beim Ausbau des Auslandsgeschäfts liege der Schwerpunkt auf dem Wachstumsmarkt USA, auch Indien und Australien wolle Q-Cells erschließen. 2010 erzielte das Unternehmen mehr als 50 Prozent seines Umsatzes außerhalb von Deutschland. dpa/rtr

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