Eigenkapitalrenditen : Ackermann senkt Erwartungen für Deutsche Bank

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erwartet bis zum Ende seiner Amtszeit Eigenkapitalrenditen unter dem angestrebten Niveau von 25 Prozent. Die Anleger lässt das allerdings kalt

“Wegen der höheren Regulierungskosten werden die Renditen in einer Übergangsphase generell künftig sicher geringer ausfallen“, sagte Ackermann dem “Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) auf die Frage nach seinem umstrittenen Renditeziel. “Nach dieser Übergangsphase, die ich auf etwa drei Jahre schätze, können wir wieder gewohnte Renditen erreichen.“ Ackermanns Vertrag als Vorstandschef von Deutschlands größter Bank läuft bis zum Jahr 2013. Es wird erwartet, dass er das Amt spätestens dann an einen Nachfolger übergibt.

Die Anleger hat die Ankündigung kalt gelassen. Die Titel der Deutschen Bank zogen um 0,7 Prozent auf 39,69 Euro an. Nur vereinzelt reagierten Anleger enttäuscht, so dass die Aktie zuvor zeitweise um 0,2 Prozent gefallen war. Ackermann hatte dem “Handelsblatt“ gesagt, bis zum Ende seiner Amtszeit dürfte die Eigenkapitalrendite unter dem angestrebten Niveau von 25 Prozent bleiben.

“Die Aussagen von Ackermann kommen nicht allzu überraschend“, sagte ein Händler. Auch die Analysten von Merck Finck blieben gelassen: Analyst Konrad Becker verwies darauf, dass die Rendite durch die neuen Eigenkapitalvorschriften im Rahmen der Basel-III-Vereinbarungen belastet wird. Allerdings sei zu hoffen, dass die Deutsche Bank ihre Profitabilität unter anderem durch höhere Effizienz steigern werde und nicht durch höheres Risiko wie vor der Krise. (Reuters)

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