Wirtschaft : Ein Däne steigt bei Zalando ein Modefirma beteiligt sich am Berliner Onlineportal

Berlin - Zalando bekommt Verstärkung aus der Modebranche. Anders Holch Povlsen, dänischer Eigentümer der Bestseller-Gruppe, übernimmt einen zehnprozentigen Anteil an dem Berliner Mode- Onlineportal. Das teilten beide Unternehmen am Dienstag mit. Holch Povlsen kaufe Anteile anderer Gesellschafter auf, unter anderem vom European Founders Fund (EFF) der Samwer-Brüder, von Holtzbrinck Ventures und Tengelmann. Zum Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben. Er dürfte sich jedoch im dreistelligen Millionenbereich bewegen: Bereits im vergangenen Jahr war Zalando mit 2,8 Milliarden Euro taxiert worden.

Holch Povlsen ist bei Zalando kein Unbekannter. Seit drei Jahren pflege man eine Partnerschaft mit dem dänischen Unternehmer, hieß es bei Zalando. Das Portal habe alle Bestseller-Marken im Sortiment und sei einer der größten Handelspartner, begründete Holch Povlsen den Kauf. Zu seinem Unternehmen gehören eine Reihe bekannter Modemarken wie Jack & Jones, Vero Moda oder Only. „Einen so erfahrenen Modeunternehmer an unserer Seite zu haben ist ein großer Gewinn für uns“, sagte Zalando-Geschäftsführer David Schneider.

Zugleich gab das Berliner Unternehmen eine weitere Änderung in der Gesellschafterstruktur bekannt. Die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik halte nun offiziell 37 Prozent der Anteile. Bislang hatte sie diese gemeinsam mit dem EFF und dem russischen Internet-Investor Access Industries in der Holding Rocket Internet gehalten. Insgesamt sei der Anteil der Schweden gleich geblieben, die Struktur sei nun aber transparenter, hieß es dazu von Zalando. Die Samwer-Brüder halten über den EFF noch 18 Prozent an dem 2008 gegründeten Start-up. Holtzbrinck Ventures und Tengelmann Ventures sind noch mit acht beziehungsweise sechs Prozent beteiligt.

Das Unternehmen aus der Start-up- Schmiede Rocket Internet ist in den ersten Jahren rapide gewachsen und macht inzwischen einen Jahresumsatz von 1,15 Milliarden Euro. In den deutschsprachigen Kernmärkten soll die Gewinnschwelle erreicht sein. sf

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