Wirtschaft : Ein Ei über die BA-Reform

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Für die Arbeitslosen hat der Umbau der Bundesagentur für Arbeit (BA) bisher nichts gebracht, findet HermannJosef Arentz, der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels. Im Wesentlichen habe die Reform der Beraterbranche geholfen, sagt der CDU-Politiker, in Anspielung auf die Verträge, welche die BA mit mehreren Unternehmensberatungen abgeschlossen hat. „Ansonsten kann man ein Ei drüber schlagen“, fasst Arentz seine Meinung über den bisherigen Erfolg des Umbaus flapsig zusammen. Aus seiner Sicht hat die Behörde mit knapp 90 000 Mitarbeitern ein zentrales Problem: Vor lauter Reformieren bleibe in Nürnberg und in den Agenturen vor Ort die eigentliche Arbeit auf der Strecke – die Vermittlung von Arbeitslosen. Es mache keinen Sinn, gleichzeitig alle Reformbaustellen aufzureißen, argumentiert der CDU-Politiker.

„Weniger wäre mehr“, kritisiert Arentz. Es müsse einen Mittelweg geben zwischen dem „Stillstand“ unter dem früheren BA-Präsidenten Jagoda, der 2002 das Amt wegen des Vermittlungs-Skandals räumen musste, und der „Reformhektik“, die unter den Nachfolgern herrsche. Arentz warnt grundsätzlich vor übertriebenen Hoffnungen: Allein durch eine effizientere Arbeitsverwaltung könne die Arbeitslosigkeit nicht abgebaut werden. ce

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