Wirtschaft : Ein Heer von Anwälten

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Der Fußball-Weltverband Fifa ist Veranstalter der Weltmeisterschaft. Um das Turnier zu finanzieren und Gewinne zu erwirtschaften, hat die Fifa 15 internationale Sponsoren gewonnen, die exklusiv in den Stadien und an weiteren wichtigen Standorten der WM werben dürfen. Hyundai wirbt etwa exklusiv für Autos, Fly Emirates für Flugreisen, Coca-Cola für Erfrischungsgetränke. Internationale Sponsoren aus Deutschland sind lediglich Adidas, Deutsche Telekom und Continental. Zusätzlich gibt es sechs nationale Förderer des deutschen WM-Organisationskomitees – unter anderem die Bahn, Obi und den staatlichen Wettanbieter Oddset. Alle Sponsoren haben für diese Werberechte zusammen 750 Millionen Euro ausgegeben. Sie dürfen mit dem Logo werben, Werbebanden im Stadion aufstellen und WM-Tickets verlosen. Um gegen Trittbrettfahrer vorzugehen, die mit Fußball werben, ohne zu zahlen, hat die Fifa einen Schutz der Marke „Fußball WM 2006“ erreichen wollen. Mit einem Heer von Anwälten geht sie gegen Verstöße gegen ihre strikten Werberichtlinien vor. Veranstalter von Berliner WM-Festen bekamen bereits entsprechende Klageandrohungen von der Fifa. Bei der WM 2002 in Japan und Südkorea waren 1900 Fälle unerlaubter Werbung in 88 Ländern registriert worden. Experten schätzen, dass bei dieser WM noch mehr Firmen, die keine Sponsoren sind, versuchen werden mit der WM zu werben. ide

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