Wirtschaft : Ein Neuer bei Air Berlin

Gesellschaft holt sich Strategiechef an Bord.

Foto: Air Berlin
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Berlin - Air Berlin bereitet sich offenbar auf die Ära nach Hartmut Mehdorn (70) vor, der vor gut einem Jahr als Interimschef angetreten war. Das Unternehmen berief Wolfgang Prock-Schauer in die Chefetage. Der 55-Jährige soll die Strategie der angeschlagenen Airline fortentwickeln. Konkret verantwortet Prock-Schauer ab Oktober die Netzwerkplanung, Allianzen und das Auslastungsmanagement, teilte Air Berlin mit. Der Österreicher hatte seine Karriere 1981 bei Austrian Airlines gestartet, leitete 2002 das Luftfahrtbündnis Star Alliance, 2003 wurde er Chef der indischen Jet Airways, ab Ende 2009 leitete Prock-Schauer dann die British Midland Airways (Bmi), die der Lufthansa-Konzern im April endgültig verkaufte.

„In dem zunehmend herausfordernden Umfeld, in dem wir uns derzeit befinden, wird Air Berlin von der internationalen Erfahrung und Expertise Wolfgang Prock-Schauers profitieren“, sagte Mehdorn. Ob und wann der ihn auf dem Chefposten beerben soll, sagte er nicht.

Neben Prock-Schauer rückte Martina Niemann als Personalvorstand in das Topmanagement auf. Sie ist allerdings schon seit Jahren bei Air Berlin. Der Verwaltungsrat der nach britischem Recht firmierenden Air Berlin plc wird zudem von 15 auf zehn Mitglieder verkleinert: Ulf Hüttmeyer, Paul Gregorowitsch und Helmut Himmelreich scheiden aus, bleiben aber in der operativ Geschäftsführung. Die nicht operativ tätigen Mitglieder Peter Oberegger und Saad Hammad scheiden ganz aus, hieß es. kph

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