Wirtschaft : "Ein Paradebeispiel

NEW YORK (pf)."Die Fusion hat sich bereits ausgezahlt: Trotz des Zusammenschlusses haben wir im ersten Quartal Rekordergebnisse erzielt." Vor der deutschen Presse in New York präsentierte sich der DaimlerChrysler-Konzern vor Bekanntgabe der Quartals-Zahlen am Dienstag abend in Bestform.Thomas Stallkamp, der für DaimlerChryslers Nordamerika-Aktivitäten verantwortlich ist und Chryslers Zuliefergeschäft aufgebaut hat, sagte, die derzeit robuste Autokonjunktur gebe allen Anlaß zu Optimismus.Das reine Autogeschäft habe das positive Ergebnis des Konzerns am stärksten beeinflußt.Auch Merceredes-Benz werde dank der neuen S-Klasse dieses Jahr auf dem US-Markt höhere Umsätze erzielen.Auf die Frage, ob DaimlerChrysler eines Tages den Weg vieler US-Gesellschaften gehen und seine nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten verkaufen werde, antwortete Stallkampf, er gehe davon aus, daß das Autogeschäft auch in Zukunft DaimlerChryslers Hauptgeschäft bleibe.Zu Gerüchten über eine Ausgliederung der Dasa aus dem Konzern wollte er sich nicht näher äußern.Dies sei denkbar, hieß es.

Der Zusammenschluß der Auto-Giganten sei im übrigen ein Paradebeispiel für künftige globale Fusionen.Selbst die amerikanische Gewerkschaft United Auto Workers Union (UAW) habe ihre anfänglichen Sorgen über Entlassungen überwunden."Ich habe UAW-Präsident Stephen Yokish klargemacht, daß alle Chrysler-Modelle weiterproduziert werden und keine Arbeitsplätze bedroht sind." Das Abspringen mehrerer Chrysler-Spitzenkräfte ist nach Stallkamps Auffasssung normal."Wenn die Konkurrenz bei uns Leute abwirbt, zeigt das doch, daß wir etwas zu bieten haben." Zum Privatleben von DaimerChrysler-Chef Jürgen Schrempp sagte der Manager: "Wir haben in den USA Verhaltensrichtlinien; anderswo gelten andere Richtlinien." Er sei "überzeugt, daß Jürgen imstande ist, sein Privatleben zu managen." Schrempp hatte sich kürzlich nach 30jähriger Ehe von seiner Frau Renate getrennt.

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