Wirtschaft : Ein perfektes Ziel

Wie Puma in einen Mischkonzern passt

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Paris - Mit dem Kauf der deutschen Traditionsmarke Puma hat der französische Luxus- und Handelskonzern PPR nach Meinung von Analysten einen geschickten Schachzug getätigt. Die Experten des Brokers Exane-BNP Paribas sprechen bei Puma gar vom „perfekten Ziel“.

PPR ist ein Spezialist in Sachen Markenmanagement und Vertriebssteuerung. Mit der Puma-Übernahme bereichert der Konzern zum einen sein Portfolio um eine Marke mit Wachstumspotenzial. Zum anderen kann PPR seine Vertriebserfahrung nutzen, um den Puma-Absatz anzukurbeln. „Puma passt perfekt zu unserer Strategie, Marken zu managen und dabei auf verschiedene Absatzkanäle zurück zugreifen“, erklärte PPR-Chef François-Henri Pinault am Dienstag vor der Presse. „Der Deal folgt indes nicht einer Kostenlogik, die Synergien hier dürften nahe null sein“, sagte Christian Devismes vom Broker Natexis.

PPR ist ein Mischkonzern mit den Polen Luxus und Handel. Zum Luxuspol gehören Marken wie Gucci, Yves Saint Laurent, Stella McCartney und Bottega Veneta. Die Handelssparte umfasst das Medienkaufhaus Fnac, den Ikea-Konkurrenten Conforama, das Versandhaus Redcats und das auf Afrika spezialisierte Handelshaus CFAO.

Mit der Gucci-Übernahme 2001 machte der Konzern eine Strategiewende in Richtung Luxus. 2006 machte PPR rund 60 Prozent seines Betriebsgewinns von 1,27 Milliarden Euro mit den Handelsaktivitäten, Luxus trug rund 40 Prozent zum Ergebnis bei. Vom Umsatz her dominiert klar der Handel.

„Bisher hat der Konzern bei der Entwicklung seiner Marken Geschick bewiesen“, meint Experte Devismes, „PPR lässt dem jeweiligen Management viel Freiraum.“ Das unterscheide den Konzern vom Rivalen LVMH, der zentraler geführt würde. Konzernchef Pinault betonte ebenfalls, dass er keinerlei Absicht hege, Puma-Chef Jochen Zeitz an die kurze Leine zu legen: „Wir lassen unseren Töchtern Freiheiten im Rahmen unserer Globalstrategie.“ Bereits jetzt gibt es Berührungspunkte zwischen dem Luxuspol von PPR und Puma. So hat der Designer Alexander McQueen für Puma bereits Schuhe entworfen.ali (HB)

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