Wirtschaft : Eine Branche im Aufwind

Regine Palm

Der deutsche Maschinenbau verzeichnete 1998 das bisher beste Jahr dieser Dekade. Nach Einschätzung der IKB Deutsche Industriebank stellt sich der deutsche Maschinen- und Anlagenbau dem internationalen Wettbewerb wie kaum eine andere Branche. Dies zeige sich vor allem daran, dass nahezu 70 Prozent der Produkte im Ausland abgesetzt werden. Deutsche Unternehmen seien in vielen ihrer Märkte oder Nischen auf dem Weltmarkt führend.

Die Einführung der gemeinsamen europäischen Währung hat den Maschinenbauunternehmen aus Sicht der Düsseldorfer Spezialbank eine zusätzliche Unterstützung von der Währungsseite gebracht, da der Euro das Ende der überbewerteten D-Mark bewirkt habe. Die Währungsentwicklung habe sich in gestiegene Exportchancen niedergeschlagen. Aber auch von den deutlich höheren inländischen Unternehmensinvestitionen habe der deutsche Maschinenbau maßgeblich profitiert.

Als positiv wertet die IKB insbesondere, dass Unternehmen in anderen europäischen Mitgliedsländern durch die Einführung des Euros keine ungerechtfertigten Vorteile mehr durch kurzfristige Abwertungen erzielen können. Mühsam erarbeitete Produktivitätsvorteile seien früher quasi über Nacht durch den Wertverfall von Währungen der Wettbewerber wieder zunichte gemacht worden. Doch auch ohne die Entlastung von der Währungsseite her seien die Leistungen des deutschen Maschinenbaus beeindruckend. Die IKB verweist dazu auf grundlegende Restrukturierungsmaßnahmen wie massive Kostensenkungsprogramme der Branche nach deren Schwierigkeiten im Jahr 1993.

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