Wirtschaft : Eine Frage zum Euro: Gibt es Starter-Kits für alle?

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Ja, zumindest wenn man die Anzahl zur Verfügung gestellter Starter-Kits mit der Anzahl der Haushalte in Deutschland vergleicht. Denn produziert und verteilt wurden nach Angaben der Bundesbank 53,3 Millionen Beutel. Und das ist deutlich mehr als die rund 38 Millionen Haushalte, die es in der Bundesrepublik gibt. Ob aber tatsächlich jeder, der das bunte Sortiment von Euro-Münzen zum Kennenlernen vom 17. Dezember an bei allen Geldinstituten erwerben will, auf seine Rechnung kommt, ist fraglich. Die Nachfrage nach den Kits, die für 20 Mark zu haben sind, soll nach Angaben der Geldhäuser bereits jetzt außerordentlich groß sein. Im Einzelfall werden auf Grund dessen schon keine Bestellungen mehr angenommen.

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Ted: Der Euro - mehr Vor- oder mehr Nachteile? Eine verbindliche Regelung, wie den Wünschen der Kundschaft entsprochen werden soll, gibt es nicht. Es ist ausschließlich Sache der Geschäftsbanken, wie sie die Ausgabe der Euro-Pakete handhaben wollen. Theoretisch wäre es auch möglich, dass eine Filiale alle ihre Starter-Kits einem Großkunden überlässt. Allerdings dürfen die Geldhäuser, denen die Starter-Kits ausgegangen sind, auch lose Münzen im Wert von 20 Mark ausgeben. Das ist zumindest mit der Bundesbank so abgesprochen. Daran dürfen die Kunden ihre Bank ruhig erinnern. Übrigens: Wer zu Weihnachten ein Euro-Beutel von seinem Arbeitgeber geschenkt bekommt, sollte bei seinem Finanzamt nachfragen, ob dies als Geldleistung voll versteuert werden muss - wie es bislang die Bundesländer wünschen - oder - nach Wunsch des Bundesfinanzministeriums - als Sachleistung im Rahmen einer 50-Mark-Freigrenze von der Steuer befreit ist.

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