Wirtschaft : Eine Frage zum Euro: Ist die Schlafmünzenaktion schon vorbei?

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Der Euro kommt - Infos zur Währungsumstellung Nein, mit dem gestrigen Weltspartag ist lediglich die Werbeaktion der Bundesbank, der Banken und der Sparkassen für die so genannten Schlafmünzen abgeschlossen. Nach wie vor werden aber die in Privathaushalten schlummernden D-Mark-Münzen eingesammelt; rechtzeitig vor der Einführung des Euro-Bargeldes am 1. Januar. "Es gibt zwar keine Radiospots mehr, aber uns ist weiter jede Schlafmünze willkommen", sagt eine Sprecherin der Bundesbank. Nach schleppendem Auftakt hat sich die Aktion offenbar gelohnt. Bis Ende September kamen über fünf Milliarden Pfennig- und Mark-Schlafmünzen über Banken und Sparkassen zurück zu den Landeszentralbanken und zur Bundesbank. Angesichts von Schätzungen, dass die Bundesbürger Anfang des Jahres sechs bis zehn Millionen Münzen in Spardosen, Strümpfen unter der Matratze gehortet hatten, ist dies ein stolzer Betrag. Erstaunlich ist diese Menge auch, weil der Bedarf an Wechselgeld im Handel angesichts von immer mehr krummen Mark-Preisen im Vorfeld der Euro-Bargeld-Einführung eher zu- als abnimmt. Am gestrigen Weltspartag dürfte ein weiterer dicker Batzen Schlafmünzen zu Banken und Sparkassen getragen worden sein. Seit 1948 wurden von der Bundesbank 48,5 Milliarden Pfennig und Mark-Münzen ausgegeben. Die Notenbank rechnet aber damit, dass nur etwa 60 Prozent zurückfließen.

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