Wirtschaft : Eine Frage zum Euro: Was passiert mit den DM-Scheinen und den DM-Münzen?

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Mit der Eurobargeldeinführung fließen 2,8 Milliarden Banknoten an die Landeszentralbanken zurück - das sind 2800 Tonnen Papier, die entsorgt werden müssen. Die DM-Scheine werden zerschreddert, zu Briketts gepresst und dann in Abfallverwertungsanlagen und der Zementindustrie als Ersatzbrennstoff verheizt. Während die Vernichtung der Banknoten in den ersten Monaten des kommenden Jahres abgeschlossen sein wird, dauert die Ent- und Wiederverwertung der Münzen bis Anfang 2004. Die Lagerkapazitäten der Landeszentralbanken reichen für den Rückfluß der 28 Milliarden Münzen nicht aus. Daher werden die 98 500 Tonnen Münzgeld zunächst in externen Lagerstätten aufbewahrt. Nach und nach wird dann das Silbergeld entwertet: Der "Decoiner", eine Maschine die rund 2,5 Tonnen Münzen pro Stunde verwalzt, stanzt ein Riffelmuster in das Münzgeld. Die deformierten 50-Pfennig- sowie die Ein-, Zwei- und Fünf-Mark-Stücke aus Kupfer und Nickel werden zum Großteil für die Produktion der Euro-Münzen verwertet. Der restliche Münzschrott wird an Unternehmen verkauft, die das Material dann weiter verarbeiten. Die Pfennig-Stücke hingegen werden nicht entwertet. Hier wäre der Aufwand für die Verschrottung teurer als für die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen beim Transport zur Weiterverwertung.

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