Wirtschaft : Eine Milliarde für Abwickler von Lehman

IG BAU]New York - Für die einen war der Bankrott von Lehman Brothers am 15. September 2008 eine finanzielle Katastrophe, für die anderen ist er ein dickes Geschäft: Die Insolvenzverwalter haben bis dato mehr als eine Milliarde Dollar für die Abwicklung der untergegangenen US-Investmentbank kassiert. Laut ihrem aktuellen monatlichen Bericht summieren sich Gehälter und Gebühren auf exakt 1 013 116 000 Dollar. Mehr als die Hälfte des Geldes haben die beiden großen Anwaltskanzleien Alvarez & Marsal sowie Weil Gotshal & Manges eingesackt. Sie kümmern sich federführend darum, die Ansprüche der Gläubiger zu sortieren und ausstehende Gelder einzutreiben.

Die Pleite von Lehman Brothers hinterließ zehntausende Geschädigte und ein tiefes Misstrauen innerhalb der Finanzgemeinde. Der Grundstein für die Wirtschaftskrise war gelegt. Mittlerweile laufen die Geschäfte wieder, auch bei Lehman Brothers. Das Institut besitzt immer noch bedeutende Vermögenswerte. Für deren Verwaltung kassieren die Anwälte bis zu 1000 Dollar die Stunde. Sie versuchen unter anderem das Geld zurückzubekommen, das Lehman einst in Immobilienprojekte gesteckt hatte. Viel werden die Opfer der Pleite nicht erhalten. Wer einen Dollar investiert hat, darf damit rechnen, um die 20 Cent herauszubekommen. dpa

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