Einheitliche Kontrolle : EU-Staaten beschließen Bankenaufsicht für Eurozone

Ein europäisches Megaprojekt hat eine wichtige Hürde genommen: Die EU-Staaten und das Europaparlament haben sich auf eine gemeinsame Bankenaufsicht geeinigt. Sie soll ab 2014 die 150 größten Banken in der Eurozone überwachen.

Die Bankenaufsicht wird unter dem Dach der Europäischen Zentralbank angesiedelt.
Die Bankenaufsicht wird unter dem Dach der Europäischen Zentralbank angesiedelt.Foto: dpa

EU-Staaten und Europaparlament haben sich auf die gemeinsame Bankenaufsicht für die Eurozone geeinigt. Das teilte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Dienstag in Brüssel mit. Die EU-Finanzminister hatten sich im Dezember auf das Megaprojekt geeinigt. Die Aufsicht soll schrittweise bis März 2014 bei der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgebaut werden. Sie soll ab 2014 die 150 größten Banken in der Eurozone überwachen. Der Großteil der rund 6000 Institute wird weiter von den nationalen Aufsichtsbehörden kontrolliert.

Die einheitliche Kontrolle ist ein zentraler Baustein einer europäischen Bankenunion - sie soll die Finanzbranche sicherer machen. Das Europaparlament ist in die Gesetzgebung für die Aufsicht eingebunden. Die Volksvertretung und die EU-Staaten müssen den Kompromiss der Unterhändler später noch förmlich billigen.

Mit der geplanten Zwangsabgabe auf zyprische Bankkonten erhält das Vorhaben einer europäischen Bankenunion allerdings einen schweren Rückschlag, meinten Experten. Zu der Bankenunion soll auch eine gegenseitige Unterstützung bei der Einlagensicherung gehören. Dieses Vorhaben ist allerdings noch umstritten. (dpa/rtr)

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