Einingung : Juschtschenko will Gasstreit beenden

Die EU will dafür sorgen, dass in Europa niemand mehr frieren muss. Beobachter sollen die Wiederaufnahme der Gaslieferungen überwachen. Der ukrainische Präsident Juschtschenko sagte die Bereitschaft der Ukraine zur Zusammenarbeit zu.

Viktor Juschtschenko
Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko. -Foto: dpa

Moskau/KiewIm Gasstreit zwischen Moskau und Kiew geht es voran: Nachdem Russland bereits die Entsendung von EU-Beobachtern akzpetiert hatte, bekräftigte nun auch die Ukraine ihre Bereitschaft zu einer Wiederaufnahme des Gasexports in Richtung Westen. Sobald Russland seinen Lieferstopp beendet habe, werde die Ukraine die Weiterleitung durch ihre Transitleitungen gewährleisten. Das sicherte der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in einem Telefonat zu, teilte die Präsidialverwaltung in Kiew nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Der amtierende EU-Ratspräsident und tschechische Regierungschef Mirek Topolanek und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin vereinbarten zuvor die Bedingungen für die Entsendung einer Beobachtungskommission an "allen Orten, die für den Gas-Fluss relevant sind". Die Entsendung der Beobachter sollte dazu führen, dass unterbrochene russische Gaslieferungen in die EU-Staaten wieder aufgenommen werden.

In Russland wird am Freitag eine Fortsetzung der Verhandlungen zwischen den größten Energieversorgern beider Länder, Gazprom und Naftogas, erwartet. Es gebe Hinweise darauf, dass die Konzernchefs Alexej Miller und Oleg Dubina in Sotschi zusammenkommen werden, meldete die Agentur Itar-Tass. Im Schwarzmeer-Kurort hielt sich am Donnerstag auch der russische Präsident Dmitri Medwedew auf. (nis/dpa)

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