EINKAUFEN : Mit Lupe und Gemütlichkeit

Am Griff des Einkaufswagens ist eine graue Lupe befestigt und vor dem Kühlregal eine Stufe angebracht. Kleine Details, die auf den ersten Blick wenig auffallen, aber manchen Menschen den Einkauf erheblich erleichtern. Mit der Lupe können Kunden die kleingedruckten Informationen auf den Verpackungen besser lesen und über die Stufe kann jeder in die oberen Fächer der Kühltheke greifen.

Generationenmarkt heißt dieses Supermarktmodell der Kaiser’s-Tengelmann-Filiale in der Friedrichshainer Andreasstraße. Vor allem die Bedürfnisse älterer Menschen werden hier berücksichtigt. Außer den Lupen gehören hier auch Sitzgelegenheiten, rutschfester Boden, breite Gänge zwischen den Regalen und an Gehhilfen erinnernde Einkaufswagen zur Ausstattung. Seit der Eröffnung im Jahr 2006 habe sich der Umsatz indem Berliner Generationenmarkt verdoppelt und der Altersdurchschnitt sei weiter gestiegen, sagt Regionsleiter Tobias Tuchlenski. „Es kommen sogar Ältere aus weit entlegenen Gebieten mit dem Auto angefahren, um hier einzukaufen.“

Der Berliner Laden war nicht der erste mit dieser Idee. Bereits 2005 wurde im sächsischen Chemnitz ein Edeka-Generationenmarkt eröffnet. Auch hier war das Testmodell so erfolgreich, dass es in der Edeka-Region Nordbayern-Sachsen-Thüringen mittlerweile 50 Supermärkte gibt, die älteren Menschen mittels spezieller Ausstattung einen entspannten Einkauf bieten sollen.vep

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