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Einstieg von italienischem Kaufhausbetreiber : Mehr Dolce Vita fürs KaDeWe

La Rinascente wird Partner der KaDeWe-Gruppe und investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in den Ausbau seiner Häuser. La Rinascente ist Europas führender Betreiber von Luxuskaufhäusern - und dem KaDeWe stehen einige Veränderungen bevor.

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Das KaDeWe am Tauentzien ist Aushängeschild der Unternehmensgruppe.
Das KaDeWe am Tauentzien ist Aushängeschild der Unternehmensgruppe.Foto: dpa

Die italienische Luxus-Warenhaus-Kette La Rinascente steigt bei der KaDeWe-Gruppe ein und will in dem Segment Marktführer in Europa werden. Wie die österreichische Signa-Gruppe am Dienstag mitteilte, zu der auch Karstadt gehört, hält der italienische Investor künftig 50,1 Prozent der Warenhaus-Gesellschaft. "Ziel dieser strategischen Partnerschaft ist es, Europas Markt-, Knowhow- und Innovationsführer im Premiumsegment zu werden - und darüber weiter hinaus zu wachsen", heißt es in einer Mitteilung von Signa.

Auch das Alsterhaus in Hamburg und der Oberpollinger in München gehören dazu

Jetzt zur Hälfte italienisch. Das KaDeWe
Jetzt zur Hälfte italienisch. Das KaDeWeFoto: AFP / John MacDougall

Die Partnerschaft ist mit Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe verbunden. Mit dem Geld sollen unter anderem Luxuskaufhäuser in Wien und Prag nach dem Vorbild der Einkaufstempel von La Rinascente entstehen. Aber auch an den drei bisherigen Standorten der KaDeWe-Gruppe in Berlin, dem Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München soll dem Vernehmen nach kräftig investiert werden: So soll offenbar das Aushängeschild des KaDeWe, die Lebensmittelabteilung, künftig noch exklusiver werden.

Qualitativ hochwertige Produkte aus aller Welt sowie aus hauseigener Produktion sollen dabei wie bisher im Mittelpunkt stehen und um neue Marken erweitert werden. Zudem kommen womöglich bald auch Karstadt-Kunden in den Genuss von KaDeWe-Produkten: Bei Signa gibt es offenbar Überlegungen, das Luxus-Lebensmittel-Geschäft vom Tauentzien auf die Karstadt-Häuser auszuweiten. Auch sie gehören seit der Übernahme durch den österreichischen Unternehmer René Benko zur Signa-Gruppe.

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