Einzelhandel : Schlecker will Woolworth-Filialen übernehmen

Der Drogerist Schlecker will bis zu 71 Filialen der insolventen Kaufhauskette Woolworth kaufen. Das Bundeskartellamt prüft das Vorhaben zur Zeit

Der europäische Marktführer in der Drogeriebranche habe Pläne zur Übernahme von bis zu 71 Filialen in Deutschland zur Prüfung angemeldet, teilte das Kartellamt im Internet mit.

Ein Sprecher des Woolworth-Insolvenzverwalters Ottmar Hermann sagte, es gebe ein Bieterverfahren für kleinere Standorte der insolventen Kette, die nicht mehr unter dem Namen Woolworth weiterbetrieben werden könnten. Das Verfahren sei "auf der Zielgeraden".

Laut Hermann gibt es Gespräche mit mehreren Filialisten aus der Handelsbranche. Der Insolvenzverwalter strebt dabei Paketlösungen für die zum Verkauf stehenden Filialen an. Das Personal der Standorte solle möglichst von den Käufern übernommen werden.

Die Warenhauskette Woolworth, die bereits seit 130 Jahren unter diesem Namen firmiert, hatte im April Insolvenz angemeldet. Als Anbieter von Waren im Billigsegment gehörte Woolworth eigentlich zu der Sparte des Einzelhandels, die von der Krise profitiert. Dem Unternehmen gelang es aber nicht, die veränderten Wünsche der Kunden in Umsätze umzuwandeln.

Quelle: ZEIT ONLINE, Reuters, tos

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