Einzelhandel : Wetter soll schuld an schlechtem SSV sein

Eine "labile Konsumstimmung", Regen und Hitze - das sind nur einige Ursachen, die dem Einzelhandel den SSV verdorben haben. Das sagt jedenfalls Verbandssprecher Pellengahr. Merkwürdig nur: Trotz gedämpfter Kauflust sind die Lager leer.

BerlinDer diesjährige Sommerschlussverkauf (SSV) ist für den Einzelhandel nach eigenen Angaben alles andere als positiv verlaufen. "Insgesamt sind wir sicherlich nicht zufrieden", sagte der Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, zum Abschluss des Schlussverkaufs. "Das Wetter hat zu keiner Zeit gepasst. Erst war es kalt, dann kam die tropische Hitze", fügte er hinzu.

Der Einzelhandel ist demnach nicht auf seine Kosten gekommen. Pellengahr führt das ernüchternde Ergebnis des SSV auf die "insgesamt labile Konsumstimmung und die Sorgen der Verbraucher" zurück. "Wir spüren das natürlich auch", betonte er. Derzeit werde vor allem bei Kleidung oder Möbeln gespart. In weiten Teilen des Einzelhandels "fehlt der richtige Zug", sagte Pellengahr. Dennoch seien die meisten Lager jetzt leer. Die Sommermode wurde demnach weitgehend verkauft. Dies sei auch das eigentliche Ziel des SSV.

Insgesamt gab sich Pellengahr mit dem Verlauf des ersten Halbjahres nicht zufrieden. "Wir gehen aber davon aus, dass es jetzt besser wird, vor allem im vierten Quartal 2008", sagte er. Das laufende Geschäftsjahr werde mit einem erwarteten preisbereinigten Minus von rund einem Prozent erneut schwierig. (sf/dpa)

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