Wirtschaft : EISENBAHN UND POST Mehr Patrouillen

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Die Aufregung war groß im Pariser Bahnhof Gare du Lyon, als Sicherheitskräfte dort am Donnerstag in einem Schließfach mehrere Flacons mit dem gefährlichen BioGift Rizin fanden. Noch weiß die französische Polizei nicht, ob Terroristen die Substanz dort deponiert haben und was damit bezweckt werden sollte. Zwar stellte sich mittlerweile heraus, dass die gefundene Substanz für Menschen nicht lebensbedrohlich ist – doch die Passagiere waren alarmiert. Sie wissen, dass die Eisenbahn als Massenverkehrsmittel nicht hundertprozentig gegen Anschläge zu schützen ist. Das weiß auch die Deutsche Bahn. „Wir tun, was wir können – aber ausschließen, dass etwas passiert, können wir nie“, sagt ein Sprecher des Konzerns. Das zeigten erneut Anschläge auf mehrere Oberleitungen mit Hakenkrallen Anfang vergangener Woche, ausgeführt vermutlich von Linksextremen.

Damit nichts passiert, hält der Staatskonzern engen Kontakt mit den zuständigen Stellen von Bund und Ländern. Für eine stärkere Kontrolle des Geschehens auf Bahnhöfen und entlang der Gleise patroulliert mehr Polizei. Außerdem sind alle Bahn-Mitarbeiter aufgerufen, wachsam zu sein und verdächtige Entwicklungen sofort im Lagezentrum zu melden. „Da sind wir hypersensibel“, versichert die Bahn.

Auch die Deutsche Post hat ihre Sicherheitsvorkehrungen seit Kriegsbeginn verschärft. In welcher Form, mag eine Sprecherin aber nicht sagen. Doch man könne auf Erfahrungen aus dem ersten Krieg gegen den Irak 1991 zurückgreifen. Auf das Briefgeschäft und die Laufzeiten von Sendungen sollen die Maßnahmen aber keine Auswirkungen haben, heißt es beim Logistikkonzern. Um die Mitarbeiter nicht zu gefährden, seien ebenfalls Vorkehrungen getroffen. brö

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