Wirtschaft : Eisenbahnmesse Innotrans startet mit Rekorden

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Berlin - Deutschland muss sich nach Ansicht von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) mehr um die Zukunft des Verkehrs kümmern. „Das Thema Mobilität gehört auf der Agenda nach ganz oben, auf einer Stufe mit der Demografie“, sagte Tiefensee bei der Eröffnung der Eisenbahnmesse Innotrans am Dienstag in Berlin. Würden Städte und Länder nicht auf Dauer auf dem derzeitigen Niveau in Bahnen und Infrastruktur investieren, drohe der Bundesrepublik ein wirtschaftlicher Schaden. „Schon den Marktanteil der Schiene konstant zu halten, bedarf großer Anstrengungen.“ Der Bund indes habe seine Ausgaben etwa für die Schiene verstetigt.

Der Minister verlangte zudem eine bessere Vernetzung der Verkehrsträger Schiene, Straße und Wasser. Auch müssten die Verkehrsmärkte in Europa in einem ähnlichen Maße wie der deutsche geöffnet werden. Dies soll wichtiges Thema für die EU-Präsidentschaft Deutschlands im ersten Halbjahr 2007 werden.

Die Innotrans verzeichnet in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung von 1606 Ausstellern aus 41 Ländern. Auf 100 000 Quadratmetern werden bis zum 22. September rund 50 000 Fachbesucher erwartet. Zu sehen sind neben neuen Schienenfahrzeugen auch Tunnelbautechnik oder Inneneinrichtungen. Zur Ausstellung gehört auch ein 20 000 Quadratmeter großes Freigelände, dessen 2000 Meter Gleise komplett ausgebucht sind.

„Berlin ist zu einem Kompetenzzentrum für die Verkehrstechnik geworden“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Volkmar Strauch (SPD). In Berlin sei der Nahverkehr „nicht nur für Arme, Alte und Ausländer“ da, sondern habe sich zum Aushängeschild entwickelt. Deshalb sei die Hauptstadt für die Innotrans ein idealer Standort. Raimund Hosch, Chef der Messe Berlin, nannte das Branchentreffen neben der Grünen Woche oder der Funkausstellung „eine unserer wichtigsten Veranstaltungen“. brö

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