Wirtschaft : Elektriker mit Zukunft

Das deutsche Elektrohandwerk rechnet in den nächsten fünf Jahren mit einem deutlichen Umsatzsprung von rund 25 Prozent. Es gebe zusätzliches Potenzial von mehr als 17 Milliarden Mark (8,7 Milliarden Euro), sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), Heinz-Werner Schult, am Mittwoch in Frankfurt. "Zum einen liegt dies an der im Februar wirksam werdenden Energieeinspar-Verordnung, zum anderen an der bald anstehenden Umrüstung der Kabelnetze von analog auf digital." 2001 haben die Elektrobetriebe 70,3 Milliarden Mark umgesetzt. Im Jahr zuvor waren es 70,2 Milliarden Mark. Die Energieeinspar-Verordnung sieht vor, dass vor 1978 installierte Ölheizungen komplett umgerüstet werden müssen. Zudem soll es in Neubauten nur noch Heizungsanlagen geben, die etwa 30 Prozent weniger Energie verbrauchen. In drei bis fünf Jahren kämen zusätzlich Heizungsanlagen mit Brennstoffzellen dazu, die nur noch 30 Prozent der heutigen Gasverbrennung benötigten. Trotz Aussichten auf neue Geschäftsfelder sind die fast 80 000 Elektrobetriebe eher pessimistisch für das kommende Jahr. Fast 37 Prozent der Betriebe erwarten eine eher schlechte Geschäftsentwicklung.

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