Elektromobilität : Ab 2024 spart man mit E-Autos Geld

Einige Tausend Euro müssen Autofahrer in den ersten vier Jahren mehr für ein E-Auto bezahlen als für einen konventionellen Benziner oder Diesel. Ein aktuelle Studie zeigt: Ab 2024 rechnen sich Elektroautos.

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Unter Strom. Private Käufer von Elektroautos bekommen vom Staat eine Prämie von 4000 Euro.
Unter Strom. Private Käufer von Elektroautos bekommen vom Staat eine Prämie von 4000 Euro.Foto: dpa

In knapp zehn Jahren lohnt es sich für Privatkunden auch finanziell, ein Elektroauto zu kaufen. Der europäische Verbraucherschutzverband Beuc rechnet in einer aktuellen Studie aus, dass sich die (steigenden) Gesamtkosten eines Benziners oder Diesel und die (sinkenden) eines batteriebetriebenen Fahrzeugs in den Jahren 2020 und 2030 angleichen.

Bei einer entsprechend strengeren CO2-Regulierung für Verbrennungsmotoren und gleichzeitig stark fallenden Batteriepreisen könnten demnach ab 2024 die durchschnittlichen Kosten eines E-Autos für die ersten vier Jahre ungefähr denen eines Benziners entsprechen. Eingerechnet sind dabei unter anderem der Kaufpreis, der Erlös durch einen eventuellen Wiederverkauf, Kraftstoff, Wartung, Versicherung und Steuern. Derzeit liegen die Kosten für Elektroautos über die ersten vier Jahren um mehrere Tausend Euro höher als bei Wagen mit Dieselantrieb. Ein Kostenvergleich des ADAC kam im Frühjahr zu dem Ergebnis, dass trotz der staatlichen Kaufprämie von 4000 Euro die Elektroautokosten pro Kilometer höher sind als bei vergleichbaren Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Auch Verbrenner können viel effizienter werden

Der technische Fortschritt wirkt sich aber nicht nur zu Gunsten der Elektromobilität aus. Auch bei Benzin- und Dieselautos sieht die Studie großes Einsparpotenzial – vorausgesetzt die Vorgaben des Gesetzgebers zwingen die Hersteller zu mehr Innovationen. Mit verbrauchsarmen Technologien können Eigentümer dann der Beuc-Studie zufolge im Jahr 2025 über die Lebensdauer des Wagens zwischen 4400 und 9400 Euro sparen im Vergleich zu 2015. Der CO2-Ausstoß pro Kilometer dürfte dann im Flottendurchschnitt der Hersteller im Jahr 2025 aber höchstens bei 70 Gramm liegen, 2030 bei 45 Gramm. Staatliche Kaufprämien sind laut Beuc auf die Dauer nicht mehr nötig, Steuervorteile sollten demnach als Kaufanreize reichen.

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