Wirtschaft : Elektronik: Branche hofft auf die Ifa

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Für die Hersteller von Konsumelektronik ist das Jahr 2001 bisher enttäuschend verlaufen. Nach Angaben von Rainer Hecker, Aufsichtsratschef des Fachverbandes GFU, schrumpfte der deutsche Markt in den ersten sechs Monaten um fünf Prozent. Dämpfende Effekte wie fehlende sportliche Großereignisse und die Verteuerung der Lebenshaltung seien stärker gewesen als die bisherige Entlastung aus der Steuerreform. Ungeachtet der herrschenden Konjunkturflaute soll der Umsatz der Branche in diesem Jahr noch um ein Prozent auf 39,9 Milliarden Mark steigen. Hecker knüpft seinen Optimismus an die Internationale Funkausstellung (Ifa), die "erneut als Konjunkturlokomotive dienen soll". Sie beginnt am Sonnabend in Berlin und dauert bis zum 2. September. Für das Jahr 2002 ist der Verband zuversichtlich, ein Umsatzplus von sechs bis sieben Prozent zu erreichen.

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Berichte, Service und mehr zur 43. Internationalen Funkausstellung Für das laufende Jahr deutet sich an, dass die traditionelle Unterhaltungselektronik ein Comeback erlebt. Für diesen größten Bereich der Konsumelektronik erwartet die GFU ein Umsatzplus von 3,5 Prozent. Dagegen fallen die beiden anderen Bereiche - privat genutzte Telefone und Heimcomputer - im Gegensatz zum vergangenen Jahr ab. Bei den PCs wird nur noch ein Plus von drei Prozent erwartet, während der Umsatz aus dem Verkauf von Mobiltelefonen nach der Verbandsprognose um 32 Prozent fallen wird. Im Vorjahr gab es bei den Mobiltelefonen noch ein Plus von mehr als 200 Prozent. Voraussetzung für das gute Geschäft mit der Unterhaltungselektronik ist allerdings, dass sich nach der Funkausstellung die erhoffte Konsumbelebung einstellt. Die Ifa gilt in der Branche als wichtige Neuheitenshow, aber auch als große Ordermesse, auf der der Handel für das Weihnachtsgeschäft bestellt.

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