Elektronik : Drastischer Gewinneinbruch bei Siemens

Siemens hat im ersten Quartal einen erheblichen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Obwohl das Unternehmen höhere Umsätze verzeichnet, muss das Ergebnisziel für dieses Geschäftsjahr gekappt werden. Ursache für die Flaute: Probleme bei der Abwicklung von Großaufträgen.

MünchenTrotz steigendem Umsatz ist bei Siemens der Gewinn dramatisch eingebrochen. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sank er im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 67 Prozent auf 412 Millionen Euro. Im zweiten Quartal des Jahres 2007 hatte der Gewinn noch knapp 1,26 Milliarden Euro betragen, wie das Unternehmen mitteilt.

Der Umsatz stieg um 1 Prozent auf 18,094 Milliarden Euro. Für das Geschäftsjahr 2007/08 (30. September) rechnet Siemens nun nur noch mit einem Ergebnis der Bereiche sowie der fortgeführten Aktivitäten auf Vorjahresniveau. Der Umsatz soll weiterhin doppelt so schnell wie die Weltwirtschaft zulegen.

Schwierigkeiten mit Großaufträgen

Bereits im März hatte Siemens über die Schwierigkeiten bei der Abwicklung von Großaufträgen im Kraftwerksbau, im Bahn- sowie im IT-Geschäft berichtet und sich von seinen ursprünglichen Gewinnerwartungen verabschiedet. Eine konkrete Prognose hatte Siemens-Chef Peter Löscher dabei allerdings nicht abgegeben. "Wir haben nun unsere Projektanalyse im konventionellen Kraftwerksgeschäft abgeschlossen und konnten uns alles in allem ein klares Bild über die Risiken machen", erklärt Löscher.

Im zweiten Quartal hätten die Belastungen durch die Probleme mit 857 Millionen Euro auf das Ergebnis gedrückt. Ursprünglich war Siemens davon ausgegangen, dass das Ergebnis der Bereiche in diesem Geschäftsjahr noch einmal doppelt so schnell wächst wie der Umsatz. 2006/07 kam Siemens bei einem Umsatz von 72,5 Milliarden Euro auf ein Ergebnis der Bereiche von 6,5 Milliarden Euro. (cp/dpa/AFP)

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