ELF MONATE ARBEITSKAMPF : 190 Stunden Streik

Die Einigung beendet den längsten Tarifstreit in der Geschichte der Bahn. Im Februar 2007 nahmen der Konzern und die Gewerkschaften GDBA und Transnet Verhandlungen auf – ohne die GDL. Die fordert im März einen eigenständigen Tarifvertrag und bis zu 31 Prozent mehr Lohn. Während sich Transnet und GDBA nach kurzen Streiks Anfang Juli auf 4,5 Prozent mehr Lohn und 600 Euro Einmalzahlung einigen, zeigt sich die GDL streitlustig – doch die Bahn bleibt hart. Nach einer Urabstimmung Anfang August streiken die Lokführer erstmals. Für die Dauer einer Moderation mit den CDU-Politikern Geißler und Biedenkopf gibt es einen Burgfrieden. Doch beide Seiten interpretieren das Ergebnis unterschiedlich. Mehrmals wird gestreikt – im November auch bundesweit, nachdem die GDL vor Gericht die Erlaubnis bekommen hat. Eine Annäherung gibt es erst nach zähen Gesprächen. Den Weg ebnet Ende November ein neues Bezahlsystem, das die Bahn mit Transnet und GDBA vereinbart. Trotzdem kommt es Anfang Januar beinahe zu neuen Streiks. Verkehrsminister Tiefensee bringt die Parteien aber doch wieder zusammen. brö

0 Kommentare

Neuester Kommentar