Wirtschaft : EM.TV: Die graue Eminenz: Leo Kirch

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Leo Kirch entspricht wie kaum ein anderer Medienunternehmer dem Klischee der grauen Eminenz. Der 74-Jährige, der sich selten in der Öffentlichkeit zeigt, zieht die Fäden in einem weit verzweigten Medienimperium. TV-Sender in Deutschland (Sat 1, Pro Sieben, Kabel 1) und Europa, Filmfirmen und Beteiligungen sammeln sich unter dem Dach der Kirch-Gruppe. Dort enstand zuletzt auch eines der größten Multimedia-Unternehmen Deutschlands: Am Montag schlossen sich die Kirch New Media AG und die Pro Sieben Digital Media GmbH zusammen. Ein Einstieg bei EM.TV würde Kirch um das Formel-Eins-Geschäft reicher machen. Kirch und Haffa verhandeln exklusiv einen Vorvertrag, der im Dezember geschlossen wurde: Kirch übernimmt bis zu 17 Prozent des EM.TV-Kapitals und 25,1 Prozent der Stimmrechte und tritt dafür 50 Prozent des Joint-Ventures "Junior TV" an Haffa ab. Wichtiger: Kirch kauft Haffa für 550 Millionen Mark gut die Hälfte seiner Formel-Eins-Beteiligung ab.

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