Wirtschaft : EM-TV: Hoffnung auf die Autokonzerne

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Die Unterföhringer EM-TV & Merchandising AG sucht einen neuen Finanzvorstand. Mit dem jüngsten Verfall der im Neuen Markt notierten Aktie des Medienkonzerns wegen einer Revision der Halbjahreszahlen habe das aber nichts zu tun, sagte ein Firmensprecher auf Anfrage in München. Der derzeitige Finanzvorstand Florian Haffa solle im Spitzengremium bleiben. Seine Kompetenzen würden aber auf eine Verantwortlichkeit für Investor Relations und den stellvertretenden Vorstandsvorsitz reduziert. Zudem solle er seinen Bruder und Konzernchef Thomas Haffa im operativen Geschäft unterstützen. Eine Zurückstufung sei das für Florian Haffa nicht, meinte ein EM-TV-Sprecher. Schon seit Frühsommer suche man einen neuen Finanzchef, weil jüngste Großakquisitionen den Arbeitsaufwand im Topmanagement deutlich erhöht haben. Haffas Nachfolger solle möglichst noch dieses Jahr präsentiert werden. Die publik gewordene Suche nach einem neuen Finanzchef sei eine notwendige und gute Nachricht, sagte der Vorstand der Schutzgemeinschaft für Kleinaktionäre (SdK), Klaus Schneider, in München. EM-TV habe mehrmals "eklatante Schwächen" in der Rechnungslegung offenbart.

EM-TV rechnet bis Jahresende mit dem Einstieg der europäischen Automobilkonzerne in die Formel 1-Holding SLEC. Der EM-TV-Anteil an der Formel 1 könnte dann von derzeit 50 Prozent auf ein Drittel sinken. Zugleich bestätigte die EM-TV & Merchandising AG, dass zwei US-Großinvestoren Aktienpakete des Unternehmens in den vergangenen Wochen verkauft haben. So habe die Henson-Familie, Produzent der Muppet Show, einen Teil ihrer EM-TV-Aktien abgegeben. Von den Investoren habe sich außerdem Hellman & Friedman von ihren Anteilen getrennt.

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