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Emirat kauft US-Kampfjets : Trotz Krise schließt Trump Rüstungsdeal mit Katar

Inmitten der diplomatischen Krise um Katar hat das Golfemirat ein Rüstungsgeschäft in Höhe von 10,7 Milliarden Euro mit den USA abgeschlossen.

Der Verkauf der F-15-Jets war bereits seit längerem vorbereitet worden.
Der Verkauf der F-15-Jets war bereits seit längerem vorbereitet worden.Foto: AFP

Inmitten der diplomatischen Krise um Katar hat das Golfemirat ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft mit den USA abgeschlossen. Die Außenminister beider Länder, Jim Mattis und Chalid al Attija, unterzeichneten am Mittwoch eine Vereinbarung zur Lieferung von F-15-Kampfflugzeugen aus US-Produktion im Wert von umgerechnet 10,7 Milliarden Euro, wie das Pentagon mitteilte. Mit dem Geschäft werde die Sicherheitszusammenarbeit zwischen den USA und Katar ausgebaut, erklärte das Ministerium. Zudem bereitete die US-Marine ein gemeinsames Manöver mit Katar vor.

US-Verteidigungsminister Jim Mattis erklärte nach Abschluss des Rüstungsgeschäfts mit Katar, es werde die Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit verbessern. Zusammen mit seinem katarischen Kollegen Chalid al-Attija rief Mattis zudem dazu auf, "die Spannungen in der Golfregion abzubauen".


Golfstaaten kappten Beziehungen zu Katar

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten vor zehn Tagen ihre Beziehungen zu Katar gekappt und eine Blockade gegen das Golfemirat verhängt. Begründet wurde das Vorgehen mit Katars Verbindungen zu "Terrororganisationen" wie der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas und der Muslimbruderschaft. Hintergrund ist auch der harte Kurs Saudi-Arabiens gegen den Iran, den Katar nicht mitträgt.

Zwei Kriegsschiffe der US-Marine liefen unterdessen im katarischen Hafen Hamad südlich von Doha ein. Dort sollten sie an einem gemeinsamen Manöver mit einem Flottenverband des Golfemirats teilnehmen, hieß es. In der Wüste Katars sitzt auch das Centcom, das US-Zentralkommando für den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).
Mit dem Rüstungsgeschäft und dem Manöver gehen die USA einen Schritt auf Katar zu. US-Präsident Donald Trump hatte das Vorgehen Saudi-Arabiens gegen Katar zuvor gutgeheißen. Zurückhaltender äußerten sich das Außen- und das Verteidigungsministerium. Sie riefen die Beteiligten zu einer Beilegung der Krise auf.

Türkei und Frankreich bemühen sich um Entspannung

Auch die Türkei und Frankreich bemühen sich um Entspannung: Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bereist derzeit mehrere Golfstaaten. Nach Gesprächen in Katar am Mittwoch wollte er am Donnerstag und Freitag mit Vertretern Kuwaits und Saudi-Arabiens zusammentreffen. Ein Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan erklärte, Saudi-Arabien könne als "Schlüsselakteur in der Region" zur Lösung der Krise beitragen. Erdogan hatte die Blockade gegen Katar scharf kritisiert.

Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte nach einem Treffen mit dem marokkanischen König Mohammed VI. in Rabat, beide Länder seien an der Stabilität der Golfregion interessiert - "nicht zuletzt, weil die Länder eine wichtige Rolle in den Krisen in Syrien und Libyen spielen." (AFP)

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