Wirtschaft : EnBW hebt Prognose an

Karlsruhe - Der drittgrößte deutsche Energieversorger EnBW steckt die Abschaltung zweier Atommeiler besser weg als erwartet und hebt die Prognose an. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz auf Jahressicht vor allem wegen eines deutlich ausgebauten Gasgeschäfts um 2,9 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro, wie EnBW mitteilte. Damit wurde der Einbruch beim Stromumsatz weitgehend aufgefangen, nachdem im vergangenen Jahr zwei Kernkraftwerksblöcke in Neckarwestheim und Philippsburg vom Netz genommen worden waren. Der Gasumsatz stieg um ein Drittel auf 1,4 Milliarden Euro. Der Absatz ging um 21,9 Prozent in die Höhe.

Vorstandschef Hans-Peter Villis sagte: „Seit dem Jahr 2011 haben sich die Rahmenbedingungen infolge der Energiewende gravierend verändert.“ Für EnBW führe dies zu einschneidenden Konsequenzen im operativen Geschäft und zu Ergebnisbelastungen, eröffne aber auch unternehmerische Chancen. Das Ergebnis in den ersten sechs Monaten 2012 entwickelte sich für den Energiekonzern besser als erwartet. EnBW hob deshalb die Prognose für das Gesamtjahr an. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erhöhte sich von Januar bis Juni um 13,9 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, der um Sondereffekte bereinigte Überschuss betrug 611 Millionen Euro und lag damit 34,9 Prozent über dem Vorjahreswert. dapd

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