Endesa-Übernahme : Eon akzeptiert verbleibende Auflagen

Im Kampf um die Übernahme des spanischen Energieversorgers Endesa zeichnet sich eine Einigung ab. Eon hat die gemilderten Auflagen der spanischen Kartellbehörden akzeptiert.

Düsseldorf - Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon will die gelockerten Auflagen für eine Übernahme des spanischen Konkurrenten Endesa akzeptieren. Das Industrieministerium in Madrid habe die Auflagen der Regulierungsbehörde CNE "in erheblichem Umfang vermindert". Insbesondere seien alle Forderungen zum Verkauf von Endesa-Anlagen vom Tisch. Eon erwarte jetzt eine "zügige" Freigabe seines Angebots für Endesa durch die spanische Börsenaufsicht.

Das spanische Industrieministerium hatte den größten Teil der von der Regulierungsbehörde verhängten 19 Auflagen am Samstag aufgehoben. Vor allem die Bedingung, dass Eon im Falle einer Übernahme 30 Prozent aller Atom- und Kohlekraftwerke von Endesa in Spanien verkaufen muss, wurde gestrichen. Die EU-Kommission hatte die Auflagen als wettbewerbswidrig verurteilt und mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gedroht. "Jetzt müssen die Aktionäre schnell über unser Angebot entscheiden können", erklärte Eon-Chef Wulf Bernotat. Eon bietet 37 Milliarden Euro für Endesa. (tso/AFP)

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