ENERGIE : Alles dreht sich um die Sonne

Eigentlich gehört die Solarindustrie längst zu den wichtigsten Branchen Berlins. Nun soll sie es auch offiziell werden. Noch vor der Sommerpause will der Senat Solarindustrie und Umwelttechnik zum sechsten Kompetenzfeld der Berliner Wirtschaft machen, neben Biotechnologie, Medizin-, Verkehrs und Informationstechnik sowie optischer Technologie.

Dass dieser Schritt überfällig ist, zeigen die Zahlen der Fördergesellschaft Berlin Partner: 35 Prozent der deutschen Photovoltaik-Module kommen aus Berlin und Brandenburg. Das ist einsame Spitze. Die Branche hat bereits 4000 Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Und es sollen noch viel mehr werden. „Das wird ein Wachstumstreiber in Berlin“, sagt Berlin-Partner-Sprecher Christoph Lang.

Dass Berlin-Brandenburg zur wachstumsstärksten Solarregion Europas geworden ist, hat mit Firmen wie Solon zu tun, die gerade ihr neues Hauptquartier im Technologiepark Adlershof bauen, oder mit der US-Firma Global Solar Energy, die in eine neue Produktionsstätte investiert. „Forschung und Unternehmen sind in Berlin eng verknüpft“, sagt Harald Eisenach, zuständig für das Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank in der Region Nordost. Vor allem in Adlershof arbeiten die Firmen Tür an Tür mit Forschungseinrichtungen wie dem Hahn–Meitner-Institut, aus dem die effizientesten Dünnschicht-Solarzellen der Welt kommen.

Die Deutsche Bank setzt auf Berlin als wichtigsten deutschen Standort für regenerative Energien. Gerade hat sie ein Expertenteam für das von ihr „Green Tech“ getaufte Thema eingestellt – mit Sitz in Berlin. „Deutschland steht in der Welt mittlerweile für Automobile, Maschinenbau und Green-Tech“, sagt Wilhelm von Haller, Mitglied der Geschäftsleitung Firmenkunden Deutschland. „Und Berlin kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu.“ stek

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