Wirtschaft : Energie-Liberalisierung kostet Stellen

KARLSRUHE (rtr).Die bevorstehende Liberalisierung des Strommarktes wird nach Meinung des Chefs der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), Gerhard Goll, bei deutschen Stromversorgern zu einem erheblichen Stellenabbau führen.Goll sagte in Karlsruhe, die Annahme sei realistisch, daß in den Sparten Stromerzeugung und -verteilung bis zu einem Fünftel der Arbeitsplätze wegfallen könnte.In anderen Sparten wie der Kundenbetreuung würden aber neue Stellen entstehen.Auch für die EnBW in ihrer jetzigen Struktur kündigte Goll langfristig den Abbau von bis zu 1000 Arbeitsplätzen an.Goll sagte, Stellen würden abgebaut, wenn die Unternehmer es nicht schafften, neue Aufgaben zu finden, und die Beschäftigten es nicht schafften, sich ihnen zu stellen."Ich glaube allerdings nicht, daß all dieses Personal mit neuen Aufgaben beschäftigt werden kann." Der Strommarkt soll nach den Vorgaben der Europäischen Union ab 1999 schrittweise liberalisiert werden.Kernpunkt ist der Wegfall der Gebietsmonopole, Kunden sollen künftig ihren Versorger selbst wählen können.Goll sagte, alle Kundengruppen würden profitieren.

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