Wirtschaft : Energie und Essen werden teurer

Wiesbaden - Verbraucher können aufatmen: Die Inflation in Deutschland bleibt vorerst moderat. Allerdings verhinderten steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise eine weitere Verlangsamung des Preisanstiegs im Juli. Die Lebenshaltungskosten erhöhten sich wie schon im Juni binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte und damit vorläufige Zahlen bestätigte.

Im Juni hatte die Rate mit 1,7 Prozent den niedrigsten Stand seit Ende 2010 erreicht. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Lebenshaltungskosten im Juli um 0,4 Prozent. In der Ferienzeit zogen vor allem die Preise für Pauschalreisen, Übernachtungen und Flugtickets kräftig an. Energie verteuerte sich im Juli um 4,4 Prozent zum Vorjahresmonat, Nahrungsmittel waren um 3,0 Prozent teurer. Deutlich mehr mussten die Verbraucher unter anderem für Obst (plus 6,9 Prozent) zahlen. Überdurchschnittlich starke Preissprünge gab es bei Mehl (plus 30,0 Prozent) und Zucker (plus 22,3 Prozent).

Im Mai war die Inflationsrate erstmals seit knapp eineinhalb Jahren wieder unter die kritische Marke von zwei Prozent gesunken. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht stabile Preise bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewahrt. dpa

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