Energiekonzern : Vattenfall macht Kasse

Die in Berlin ansässige Vattenfall Europe AG kommt bei den angekündigten Beteiligungsverkäufen voran. Für 170 Millionen Euro verkauft Vattenfall seinen Anteil von 80 Prozent an dem Schweriner Regionalversorger Wemag.

BerlinDie in Berlin ansässige Vattenfall Europe AG kommt bei den angekündigten Beteiligungsverkäufen voran. Für 170 Millionen Euro verkauft Vattenfall seinen Anteil von 80 Prozent an dem Schweriner Regionalversorger Wemag. Käufer ist ein Verbund von 268 Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, wie Vattenfall am Montag mitteilte. Der Rückzug des Energiekonzerns und das Engagement der Kommunen bestätigen einen Trend zur Kommunalisierung im Energiebereich. Vor wenigen Wochen hatte Eon den Verkauf seiner Stadtwerke (Thüga) für knapp drei Milliarden Euro an ein Bündnis von Kommunen und Stadtwerken beschlossen.

Neben der Thüga will Eon auch seine Beteiligung an der Berliner Gasag verkaufen, ebenso Vattenfall. Im Berliner Senat waren daraufhin prompt Stimmen zu hören, die für einen Wiedereinstieg des Landes bei der Gasag plädierten.

Tuomo Hatakka, Chef der deutschen Vattenfall, sprach von „bewährten Händen“, in die er die Wemag gebe. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Unternehmen und den Kommunen in den vergangenen zwei Jahrzehnten, in denen die Wemag zum Konzern gehörte. Die Kommunen hielten bislang schon 20 Prozent und werden nun alleiniger Eigentümer der Wemag, die mit gut 500 Mitarbeitern der wichtigste Energieversorger in Mecklenburg und der Westprignitz ist. Ein Vertreter der Kommunen sprach von einem „Meilenstein für Mecklenburg-Vorpommern“. Man wolle nun ein professionelles Beteiligungsmanagement aufbauen und suche dazu einen Partner, dem man auch eine Minderheitsbeteiligung anbieten werde. (alf)

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