Energiekonzerne : RWE leitet US-Börsengang von Wassertochter ein

Der Essener Energiekonzern RWE hat, wie angekündigt, den Börsengang seiner amerikanischen Wassertochter American Water offiziell eingeleitet. Zuvor hatte das Unternehmen seine britische Wassertochter Thames Water verkauft.

Essen/New YorkIn der Nacht zum Dienstag habe RWE bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC entsprechende Unterlagen eingereicht, teilte das Unternehmen mit. Der in den Unterlagen genannte Erlös für die erste Tranche von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar lasse jedoch noch keine Rückschlüsse auf die endgültige Preisspanne oder die Anzahl der Aktien des Angebots zu, sagte ein Unternehmenssprecher.

Der endgültige Angebotspreis werde erst am Ende des Zulassungsverfahrens bei der SEC und in den Gesprächen mit Investoren festgelegt, hieß es. RWE wollte auch keine Angaben zu dem Anteil machen, der in der ersten Tranche an die Börse gebracht werden soll. Bis zum Jahresende sei geplant, die Mehrheit der Tochter in diesem Jahr an die New Yorker Börse zu bringen, hieß es lediglich. RWE hatte American Water für insgesamt 4,6 Milliarden US-Dollar gekauft.

Ende vergangenen Jahres hatte sich RWE bereits von seiner britischen Wassertochter Thames Water getrennt, die an ein Konsortium unter Führung der australischen Bank Macquarie verkauft wurde. Der Verkaufserlös von umgerechnet 11,9 Milliarden Euro habe RWE einen Buchgewinn von rund 700 Millionen Euro beschert, berichtete das Unternehmen damals. RWE-Chef Harry Roels, hatte zuvor erklärt, dass das britische und amerikanische Wassergeschäft nicht mehr zum Kerngeschäft des Unternehmens gehöre. (mit dpa)

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