Energiemarkt : Neuer Strompreisschock zu Silvester?

Laut einem Medienbericht wollen die Energie-Riesen Eon und RWE zum Jahreswechsel ihre Preise um zehn Prozent anheben. Zahlreiche weitere Anbieter dürften dem Beispiel folgen. Es droht eine neue Preisspirale.

Strompreise
Dunkle Wolken ziehen für Stromverbraucher am Himmel auf. Im neuen Jahr droht eine neue Welle an Preiserhöhungen. -Foto: ddp

BerlinVielen deutschen Verbrauchern drohen einem Zeitungsbericht zufolge zum Jahreswechsel erneut deutlich höhere Strompreise. Kunden des zweitgrößten deutschen Versorgers RWE müssten sich zum Jahreswechsel auf um zehn Prozent höhere Preise einstellen, berichtete die "Berliner Zeitung". Ein Sprecher des Konzerns habe bestätigt, dass der Vorstand in einer Sitzung am Dienstag beschlossen habe, von einer Preiserhöhung in diesem Jahr noch Abstand zu nehmen. Jedoch hätten die RWE-Regionaltöchter, die ihre Preise bereits zum 15. Oktober um rund zehn Prozent anheben wollten, nun ab Januar freie Hand, den Plan umzusetzen. Kunden müssen nach geltendem Recht sechs Wochen vor der Preiserhöhung schriftlich davon unterrichtet werden.

Auch der größte deutsche Stromversorger Eon bereitet laut "Berliner Zeitung" zum Jahreswechsel eine neue Preiserhöhung vor. Dann laufe der freiwillige Preisstopp aus, zu dem sich Eon im vergangenen Jahr gegenüber den damals zuständigen Länder-Genehmigungsbehörden verpflichtet hatte. Die Preisaufsicht der Länder war zum 1. Juli ausgelaufen. Seitdem haben bereits mehr als hundert deutsche Versorger, zumeist kleinere Anbieter, die Preise erhöht.

Laut "Berliner Zeitung" hebt außerdem der Oldenburger Energiekonzern EWE schon zum 1. November seine Preise um 14,5 Prozent an. Die steigenden Strompreise haben zahlreiche deutsche Verbraucher in diesem Jahr bereits ihren Tarif oder ihren Anbieter wechseln lassen. Die EU-Kommission legt heute ihre Pläne für niedrigere Preise vor. (mit AFP)

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