Energiemarkt vor dem Umbau : Eons Gewinn bricht wegen Aufspaltung ein

Der Energieriese Eon macht im ersten Halbjahr deutlich weniger Gewinn. Alles im Rahmen der Erwartungen, wiegelt nun der Konzern. Denn Deutschlands größter Energieversorger will sich zum Jahresende aufspalten.

Das Geschäft mit Atom, Kohle und Gas soll zum Jahresbeginn in eine eigene Gesellschaft namens Uniper ausgelagert werden.
Das Geschäft mit Atom, Kohle und Gas soll zum Jahresbeginn in eine eigene Gesellschaft namens Uniper ausgelagert werden.Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Mitten in seinem radikalen Umbau muss Deutschlands größter Energieversorger Eon einen Gewinneinbruch hinnehmen. Das Unternehmen erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2015 nach eigenen Angaben vom Mittwoch 1,17 Milliarden Euro und damit 21 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 57,3 Milliarden Euro. Der Abschluss des ersten Halbjahres liege "im Rahmen der Erwartungen", erklärte der Energiekonzern.

Auch der schwache Rubel und niedriger Ölpreis senken den Gewinn

Als Gründe für das niedrigere Ergebnis führte Eon weiter gesunkene Stromhandelspreise, die niedrigen Ölpreise und den schwachen Rubel an. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem Gewinn zwischen 1,4 und 1,8 Milliarden Euro.
Eon will sich zum Jahreswechsel aufspalten und die konventionelle Energiegewinnung aus Atom, Kohle und Gas in eine neue Gesellschaft namens Uniper auslagern. Die Kernmarke Eon soll sich auf die Sparten erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen konzentrieren.
Die Teilung des Konzerns kommt laut Eon "wie geplant" voran. Die Organisationsformen beider Unternehmen seien strukturiert, die beiden Ebenen unterhalb der Vorstände mit Führungskräften besetzt, erklärte Eon-Chef Johannes Teyssen am Mittwoch. Nun müssten die "einzelnen Teams in den künftigen Unternehmensbereichen" aufgebaut und "nach und nach auch externe Stellen wie Finanzbehörden und Spaltungsprüfer" eingebunden werden. (afp)


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