Energiepolitik : Glos richtet Beirat für Energie ein

Wirtschaftsminister Glos will die Märkte langfristig beobachten lassen. Ein erstes Gutachten soll im Herbst kommen.

Berlin Mit der bevorstehenden Landtagswahl in Bayern oder der Bundestagswahl habe das alles überhaupt nichts zu tun, betont CSU-Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. Und doch ist die zeitliche Nähe der neuesten Pläne von Glos zur Bayern-Wahl im September auffällig. Bis zum Ende der Sommerpause nämlich will Glos von einer Expertengruppe um die Energieökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung einen umfangreichen Bericht zur Entwicklung an den Öl- und Gasmärkten sowie deren Folgen untersuchen lassen. Pepp (Projektgruppe Energie – Politisches Programm) soll die Gruppe heißen – und man darf erwarten, dass sie Glos im September Vorschläge dazu macht, wie man die finanziellen Folgen der wachsenden Energiekosten für Bevölkerung und Industrie dämpfen kann.

Die Arbeit der Gruppe soll aber nicht nur auf den Bericht im Herbst beschränkt bleiben. Es geht um langfristige Beobachtung der Energiemärkte. Dazu soll auch die Energieabteilung im Wirtschaftsministerium kräftig ausgebaut werden. Dies soll unter anderem durch Umsetzungen im Ministerium geschehen. Diese Entscheidung steht im Zusammenhang damit, dass die Energiepolitik in der Arbeit des Wirtschaftsministeriums einen immer größeren Raum einnimmt. Zudem will Glos ein neues energiepolitisches Konzept ausarbeiten lassen, in dem es unter anderem um den richtigen Energiemix der Zukunft geht. Die deutsche Bevölkerung will der CSU-Minister dabei auch mit der Atomkraft als klimafreundlicher und preiswerter Energie versöhnen. asi

0 Kommentare

Neuester Kommentar