Wirtschaft : Energiepreise heizen deutsche Inflation an

FRANKFURT (MAIN) (rtr). Der anhaltende Anstieg der Kraftstoff- und Heizölpreise sowie die saisonüblichen Preissteigerungen für Urlaubsreisen haben im Juli den Preisauftrieb in Deutschland etwas beschleunigt. Nach den am Freitag vorgelegten Verbraucherpreisdaten aus fünf Bundesländern rechnen Analysten damit, daß der Tiefpunkt bei der Inflation in Deutschland durchschritten ist. Die Preise dürften mit der sich abzeichnenden Konjunkturbelebung in der Euro-Zone im Jahresverlauf weiter anziehen, hieß es. Nach Schätzungen von Banken-Volkswirten dürften die vorläufigen Lebenshaltungskosten, die das Statistische Bundesamt am Montag veröffentlichen will, im Jahresabstand um 0,5 oder 0,6 Prozent gestiegen sein. In den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen und Sachsen zogen sowohl Monatsteuerung als auch Jahresinflation an.Am stärksten beschleunigte sich der Preisauftrieb im Juli danach in Hessen, wo die Jahresinflation auf 0,8 (Juni 0,6) Prozent und die Verbraucherpreise im Monatsvergleich um 0,5 (0,1) Prozent zulegten. Auch im zuvor preisstabilen Land Brandenburg stiegen die Verbraucherpreise im Juli: und zwar um 0,3 Prozent im Jahresvergleich und um 0,4 Prozent gegenüber Juni.Hauptverantwortlich für den beschleunigten Preisauftrieb waren die deutlich gestiegenen Heizöl- und Benzinpreise und die saisonbedingt teureren Urlaubsreisen. Die Heizölpreise kletterten binnen Jahresfrist um mehr als 20 Prozent, Kraftstoffe verteuerten sich je nach Bundesland um sechs bis zehn Prozent. Die Preise für Pauschalreisen und Ferienwohnungen legten in der Spitze gut 18 beziehungsweise 27,5 Prozent zu.

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