ENERGIETIPPS IM ÜBERBLICK : P x 500 kWh + 500 kWh = ? kWh

DER ÖKOSTROM

Um die Umwelt zu schonen, bestellen immer mehr Verbraucher Ökostrom. Aber wie öko ist Ökostrom eigentlich?

Grundsätzlich gilt: Reinen Ökostrom hat man nur, wenn man ihn selbst herstellt, etwa durch Solarzellen auf dem Dach. Nimmt man Strom aus dem Netz, weiß man nicht, aus welcher Quelle er stammt. Dennoch ist es nicht völlig egal, ob man sich Ökostrom liefern lässt. Denn je mehr Menschen Ökostrom wollen, desto größer ist der Anteil von Ökostrom, der ins Stromnetz gespeist wird.

Wo öko draufsteht, muss aber nicht hundertprozentig öko drin sein. Von Ökostrom spricht man nämlich auch noch bei einem bis zu 50 Prozent großen Anteil an Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei wird die Energie, die im Kraftwerk erzeugt wird, sowohl für die Strom- als auch für die Wärmeerzeugung genutzt. Entscheidungshilfe für den Kunden sollen Prüfsiegel geben, darunter das ok-Power-Label, Tüv-Zertifikate und das Grüne-Strom-Label. Allerdings sind ihre Maßstäbe uneinheitlich. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte nach Meinung des Bundesverbandes erneuerbarer Energien deshalb zu einem der vier großen unabhängigen Ökostromanbieter wechseln – EWS Schönau, Greenpeace Energy, Naturstrom und Lichtblick.

DIE SPARFORMEL

P x 500 kWh + 500 kWh = ? kWh

Was wie eine Formel aus dem Matheunterricht erscheint, ist erste Hilfe für alle, die wissen wollen: Können wir Energie sparen? Dafür setzt man anstelle von P die Anzahl der Haushaltsmitglieder ein, daraus ergibt sich ein Richtwert für den Energieverbrauch. Liegt der eigene drüber, weiß man: Es kann gespart werden. Wer es noch genauer wissen will, kann nachmessen: Mit einem sogenannten Energiemonitor kann man herausfinden, wie viel Strom Geräte verbrauchen. Das Prüfgerät wird einfach in die Steckdose gesteckt und dann mit dem Verstärker, Fernseher oder Mixer verbunden. Die Messgeräte können Sie kostenlos bei der Verbraucherzentrale Berlin, Hardenbergplatz 2, ausleihen.

DIE SPARTIPPS

Wer Energie sparen will, sollte Folgendes tun:

Drehen Sie im Winter das Thermostat nicht voll auf. Jedes Grad Raumtemperatur weniger senkt die Heizkosten um sechs Prozent.

Lüften Sie lieber mehrmals kurz durch, statt die Fenster den ganzen Tag auf Kippe zu haben.

Auch mit einer guten Wärmedämmung und dem Einbau von Fenstern mit Wärmeschutzverglasung kann man seine Heizkosten kräftig reduzieren.

Pro Jahr verplempert eine vierköpfige Familie im Schnitt rund 90 Euro, weil Fernseher oder Verstärker im Standby-Betrieb laufen. Auch Ausschalten löst nicht alle Probleme, denn selbst dann ziehen die Geräte noch Strom. Tipp: Entfernen Sie den Stecker von Fernseher, Computer und den Ladegeräten fürs Mobiltelefon oder der elektrischen Zahnbürste.

Beim Kühlschrank funktioniert das ständige An- und Ausschalten nicht. Fährt man für mehrere Tage in den Urlaub, sollte man ihn daher ausschalten. Außerdem sollte man den Kühlschrank immer an einem kühlen Ort aufstellen, auf keinen Fall neben der Heizung oder dem Herd. Beim Kauf eines neuen Geräts, sollte man die höchste Energieeffizienzklasse – nämlich „A++“ – wählen.

Auch beim Kochen kann man sparen. 40 Euro im Jahr macht der Vorteil eines Gasherds gegenüber einem Elektroherd aus. Weitere Tipps: Kochen Sie mit möglichst wenig Wasser, verwenden Sie immer einen Deckel, nutzen Sie beim Backen eher Umluft als Ober- und Unterhitze und arbeiten Sie mit der Restwärme.

Auch beim Wäschewaschen ist weniger mehr: Vorwäsche braucht man meist nicht, im Kochgang reichen 60 Grad völlig aus und sparen 30 Prozent Strom. Schließt man die Maschine direkt an die Warmwasserleitung an, senkt das die Stromrechnung um rund 22 Euro im Jahr. Außerdem ist es bei vielen Stromanbietern preislich günstiger, die Waschmaschine spätabends anzustellen – vorausgesetzt, die Nachbarn beschweren sich nicht.

Verwenden Sie Energiesparlampen. Diese verbrauchen nur ein Fünftel der Energie einer normalen Glühlampe. Allerdings nur im Dauerbetrieb. In Räumen, in denen man das Licht häufig an- und ausknipst, sind herkömmliche Lampen billiger.rik

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben