Energieunternehmen : Eon verspricht mehr für 2007

Deutschlands größter Energiekonzern Eon hat seinen Ausblick auf das laufende Jahr angehoben. Außerdem kündigte der Konzern weitere Investitionen an.

Essen - Nach der gescheiterten Übernahme des spanischen Stromversorgers Endesa fasst der Energieriese Eon zusätzliche Investitionen ins Auge. Konzernchef Wulf Bernotat kündigte auf der Hauptversammlung der Eon AG einen neuen Strategieplan für Ende Mai an. Dabei wolle der Düsseldorfer Konzern vorstellen, wie er mit seinem Investitionsprogramm "neue Positionen im Kernmarkt Europa, aber auch in anderen Wachstumsregionen aufbauen" werde. In der Branche stehe eine massive Investitionswelle bevor. "Es wird ein harter Wettbewerb um Positionen werden", schilderte er.

Für das laufende Jahr hob Eon seinen Ausblick an. Der Düsseldorfer Konzern sei in das Jahr 2007 sehr erfolgreich gestartet, sagte Konzernchef Bernotat. Daher gehe Eon für das Gesamtjahr 2007 nunmehr davon aus, beim bereinigten operativen Gewinn (Ebit) das hohe Niveau des Vorjahres übertreffen zu können. Bisher war Eon nur von einer leichten Steigerung ausgegangen.

Der Energiekonzern hatte bereits angekündigt, Investitionsmöglichkeiten in den Strommärkten der Türkei und Russlands prüfen zu wollen. Außerdem besitzt Eon eine vergleichsweise kleine Position in den USA. Das mittelfristige Investitionsprogramm von Eon umfasst bisher gut 25 Milliarden Euro bis Ende 2009. Darin war Endesa nicht enthalten. Für den spanischen Stromversorger hatte Eon zuletzt 42 Milliarden Euro geboten. Eon sicherte sich am Ende des langen Übernahmekampfes mit dem italienischen Energiekonzern Enel und dem spanischen Konzern Acciona ein Beteiligungspaket im Wert von rund 10 Milliarden Euro.

Zur Hauptversammlung der Eon AG wurden ungefähr 5000 Aktionäre in Essen erwartet. Im Mittelpunkt stehen die Bilanz des Jahres 2006 und die gescheiterte Übernahme des spanischen Stromversorgers Endesa. ()

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