Energieversorgung : Gasprom beklagt Zahlungsmoral der Ukraine

Der russische Gasprom-Konzern befürchtet zum Jahreswechsel eine erneute Eskalation in den Beziehungen zur Ukraine. Wie Gasprom-Sprecher Sergey Kuprianov in Berlin mitteilte, habe die Ukraine entgegen einer Vereinbarung mit der russischen Regierung von Anfang Oktober erneut ihre Rechnungen für das von Gasprom bezogene Gas nicht beglichen.

Berlin - Insgesamt beliefen sich die seither aufgelaufenen Außenstände auf rund drei Milliarden Dollar. Sollte die Ukraine diese Forderungen nicht rasch begleichen, könne ab Januar auch ein Stopp der Gaslieferungen in den Nachbarstaat nicht ausgeschlossen werden. Vor drei Jahren hatte ein solcher Stopp auch die Gaslieferungen nach Westeuropa beeinträchtigt, da die Ukraine seinerzeit von ihr benötigte Gasmengen von den Lieferungen für den Westen abzweigte.

Kuprianov verwies darauf, dass Gasprom der Ukraine Lösungsmöglichkeiten wie etwa eine Verrechnung der Forderungen mit erst künftig anfallenden Transit- Gebühren angeboten habe. Darauf habe es in Kiew bislang jedoch keine Reaktion gegeben. Gasprom müsse aber darauf bestehen, dass die Ukraine ihre Rechnungen bezahlt. Bei einem Krisentreffen wollen Regierungsvertreter am heutigen Freitag über den Gasstreit beraten. -ebs-

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