Wirtschaft : Entscheidung für Opel erwartet

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Stockholm/Detroit Schwedische Medien und Autoexperten erwarten immer deutlicher eine Entscheidung des US-Autokonzerns General Motors (GM) für die gemeinsame Produktion des Opel Vectra und der Saab-9-3er-Serie in Rüsselsheim. Wie die Stockholmer Zeitung „Svenska Dagbladet“ am Dienstag berichtete, wird die mögliche GM-Entscheidung zur Herstellung eines neuen Cadillac-Modells für Europa im schwedischen Saab-Werk Trollhättan bei Göteborg als Beleg dafür gewertet. GM hatte im vergangenen Jahr angekündigt, dass ab 2007 die jetzt auf Rüsselsheim und Trollhättan verteilte Produktion des Opel Vectra und der 9er-Serie von Saab an einem der beiden Fertigungsorte zentralisiert werden soll. Die mögliche Cadillac-Produktion wurde in Stockholmer Blättern als „Trostpflaster“ der GM-Führung für die 6000 Saab- Beschäftigten eingestuft. Allerdings zitierte ein Rundfunksender ein Mitglied der GM-Konzernleitung mit der Aussage, die zu erwartenden Fertigungszahlen für den Cadillac seien viel zu gering, um das Fortbestehen der wesentlich größer ausgelegten Fabrik in Trollhättan zu rechtfertigen.

GM-Vorstandschef Rick Wagoner sagte in Detroit, Trollhättan könne auch ohne Fertigung der neuen Mittelklassemodelle bestehen. Bis zur endgültigen Entscheidung benötige das Unternehmen noch etwas Zeit, die man mit 80 Tagen bis zum Quartalsende auch habe.

Die örtlichen Managements in Rüsselsheim und Trollhättan hatten Ende des Jahres nach Verhandlungen mit den jeweiligen Betriebsräten Kostenberechnungen mit erheblichen Zugeständnissen der Beschäftigten für die gemeinsame Fertigung von Opel- und Saab-Mittelklassemodellen vorgelegt. Wagoner äußerte sich in Detroit unzufrieden über Verkaufszahlen und Ertragslage der europäischen GM-Töchter Opel, Vauxhall und Saab im zweiten Halbjahr 2004. dpa

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