Entsorger : Interseroh verkauft mehr Schrott denn je

Der Kölner Müllkonzern Interseroh hat im vergangenen Jahr dank der weltweit boomenden Nachfrage nach Recyclingabfällen gleich zwei Rekorde gebrochen. Jetzt erhöht er die Dividende.

Köln - Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, stieg der Umsatz um 41 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern legte um 35 Prozent auf 55,4 Millionen Euro zu. Die beiden Vorstände des Berliner Entsorgungsunternehmens Alba, Axel und Eric Schweitzer, sind mit 56 Prozent am Konzern beteiligt.

Auch in Zukunft peilt Interseroh neue Höchststände an. Vorstandschef Johannes-Jürgen Albus rechnet damit, dass der Umsatz bis 2010 auf 2,5 Milliarden Euro steigt, falls Preise und Konjunktur nicht einbrechen. Außerdem hofft er, dieses Jahr vier Millionen Tonnen Stahl- und 400 000 Tonnen Metallschrotte zu verkaufen – das wäre ein weiterer Rekord. Im Jahr 2007 sorgte das Geschäft mit recyceltem Stahl und Metall mit knapp 1,2 Milliarden Euro für den „Löwenanteil“ des Umsatzes, sagte Albus.

Der Konzern, der sich 2007 durch Übernahmen und Beteiligungen den Zugang zum chinesischen und zum US-amerikanischen Schrottmarkt gesichert hat, will auch zukünftig expandieren. Albus wollte sich allerdings nicht zu Gerüchten äußern, dass Interseroh das Schrottgeschäft der Berliner Alba AG übernehmen könnte. Er wolle nicht darüber spekulieren, ob man noch an dem Verkaufsprozess beteiligt sei, sagte Albus.

Die Berliner Anteilseigner dürften sich über die Ergebnisse jedenfalls gefreut haben: Wie Interseroh-Chef Albus mitteilte, soll die Dividende deutlich von elf Cent auf einen Euro je Aktie erhöht werden. jto

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