Wirtschaft : Entwicklung von Opel wird geschwächt

-

Frankfurt am Main Im Konflikt um Opel ist bei der zweiten Runde der Sanierungsverhandlungen die Zukunft des Entwicklungszentrums in den Brennpunkt gerückt. Die Entwicklungsabteilung am Opel-Stammwerk treffen die Sparpläne besonders hart, da der Mutterkonzern General Motors (GM) die Entwicklung seiner Fahrzeugsegmente künftig nur noch an einen Standort vergibt. Im Rahmen des Sparprogramms steht in Rüsselsheim bisher laut Unternehmenskreisen die Streichung einer Schicht im Werk sowie der Abbau von knapp 2000 der rund 8000 Jobs im Entwicklungszentrum zur Debatte. Ein Sprecher nannte entsprechende Informationen „Spekulation“.

Konkrete Ergebnisse brachten am Donnerstag die Sanierungsverhandlungen nicht. Die Gespräche über das GM-Sparpaket werden sich voraussichtlich über mehrere Wochen hinziehen. GM droht in Europa insgesamt 12000 Stellen zu streichen, davon 10000 in Deutschland. Knapp die Hälfte des in Rüsselsheim geplanten Abbaus von 4000 Stellen trifft die Entwicklungsabteilung. Rüsselsheim erhielt zwar im Frühjahr die konzernweite Entwicklungskompetenz für die neue Mittelklasse, die auf der Plattform Epsilon II steht. Es gilt aber als ausgemacht, dass die Rüsselsheimer die Verantwortung für den Kleinwagen Corsa an die koreanische GM-Tochter Daewoo verlieren werden. Die Basis für den nächsten Astra wird möglicherweise vom US-Entwicklungszentrum Warren entwickelt. GM-Vizechef Bob Lutz hatte aus seiner Unzufriedenheit mit den Entwicklern in Rüsselsheim keinen Hehl gemacht. „Das Portemonnaie springt einem nicht aus der Tasche, wenn man einen Vectra sieht“, sagte er im August.hz/HB

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben