Wirtschaft : Eon: Einigung mit Berlin erwartet

Der Energiekonzern Eon erwartet nach dem Verkauf seiner Bewag-Anteile an die Hamburger HEW eine Einigung mit dem Land Berlin über die Altpflichten. "Wir gehen schon davon aus, dass wir Einvernehmen mit dem Berliner Senat erreichen werden", sagte Eon-Sprecherin Petra Uhlmann. Sie bestritt zugleich, dass der US-Konzern Southern Energy einem Eigentümerwechsel bei der Bewag zustimmen müsse. "Zwischen Southern und Eon gibt es solche Zustimmungspflichten nicht."

HEW stellte klar, dass die Hamburgische Electricitäts-Werke AG in bisherigem Umfang in Hamburg bleibt und es keinen Stellenabbau gibt. Nur die Holding eines neuen Konzerns wäre vermutlich in Berlin angesiedelt. "Die HEW erwartet Ende des Jahres die Entscheidung, ob dieser neue Konzern kommen wird. Solch ein Großkonzern hat üblicherweise viele Standorte für sein operatives Geschäft." HEW will neben der Übernahme der Bewag auch die ostdeutsche Veag kaufen. Zuvor hatte der Staatsrat in der Hamburger Finanzbehörde, Dirk Reimers, darauf hingewiesen, dass HEW die Zentrale nur verlagern könne, wenn die Stadt Hamburg als Aktionär zustimme.

Southern Energy, die das überraschende Geschäft von Eon mit HEW als "feindlichen Schritt" wertet, bekräftigte ihre Position, dass für den angekündigten Anteilstausch ihre Zustimmung nötig sei. Man bezweifle, dass Eon den Bewag-Anteil von 49 Prozent an HEW verkaufen könne, sagte Southern-Sprecher Stefan Sprick-Schütte. Dagegen betonte Uhlmann: "Das Ergebnis der Prüfung ist ganz eindeutig." Southern stehe zu ihren Verpflichtungen sowohl in Berlin wie auch "in Richtung ostdeutsche Länder", sagte Sprick-Schütte. Der Bewag-Anteil von 26 Prozent stehe nicht zur Disposition.

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