Eon-Endesa-Übernahme : EU verschärft ihr Vorgehen gegen Madrid

Im Streit um die geplante Übernahme des spanischen Energieversorgers Endesa durch die deutsche Eon legt Brüssel härtere Bandagen an. Notfalls soll eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof folgen.

Brüssel - Die EU-Kommission eröffnete am Mittwoch ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Spanien. Damit will Brüssel die spanische Regierung zwingen, Hindernisse für das 29-Milliarden-Euro-Geschäft des Düsseldorfer Unternehmens aus dem Weg zu räumen.

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes forderte Spanien nachdrücklich auf, 19 an Eon gestellte Bedingungen für die Freigabe des Deals "unverzüglich" zurückzuziehen. Brüssel hatte bereits am 26. September erklärt, die Auflagen verstießen gegen EU-Recht. Danach müsste Eon insgesamt 35 Prozent der Endesa-Anlagekapazititäten in Spanien abstoßen. Im äußersten Fall droht Madrid eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Spanien will den strategisch wichtigen Energiesektor unter nationaler Kontrolle halten. (tso/AFP)

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